Alle Blog Beiträge   
Ausdauer

Lange Läufe, oder wie du 20km mit Spass und ohne Verletzung absolvierst

Lange Läufe, oder wie du 20km mit Spass und ohne Verletzung absolvierst
G

Gastbeitrag durch Lauftrainer Michael Sommer

Dieser Artikel wurde automatisch aus dem Deutschen übersetzt. Während unser kleines Team hart daran arbeitet, Ihnen die beste Qualität und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, ist unsere mehrsprachige Kapazität immer noch begrenzt. Beurteilen Sie uns nicht nach der Google-Übersetzung und gehen Sie stattdessen zur Originalversion in deutscher Sprache.   

Nichts ist wohl umstrittener und von manchen Läufern mehr gefürchtet, als der wöchentliche “Long Run”. Geht’s Dir auch so? Doch, wenn richtig angewandt, kann Dir in diesem Artikel vorgeschlagene Trainingsform helfen, Deine langfristigen Laufziele zu erreichen und Du wirst mehr Spass am Laufen haben, weil Du Dich weniger verletzen wirst.

Grundsätzlich verbessern die langen Läufe Deine aerobe Ausdauer, indem Du länger als üblicherweise läufst und den Körper so spezifische auf diese Art Belastung trainierst. Dein Körper hat keine Vorstellung darüber, wie viele Kilometer Du dabei absolvierst, jedoch bezüglich Intensität und Zeit, die Du auf Deinen Füssen verbringst. Es geht also immer um Kraftaufwand in einer bestimmten Zeit.

Der Verletzungsgefahr beim Laufen vorbeugen

Um Verletzungen zu verhindern und dem Körper Zeit für die nötigen Anpassung zu geben, sollte das Volumen eines langen Laufes nicht mehr als 1/3 der gesamten Wochenkilometer ausmachen. Wenn jemand also 20km pro Woche zurücklegt, sollte der lange Lauf nicht mehr als etwa 7km ausmachen. Wenn ein Läufer in der Marathonvorbereitung einen langen Lauf von 20km macht, sollte das wöchentliche Volumen demzufolge bereits 60km betragen.

Vor allem Laufanfänger lassen sich oft zu extremen Kilometerumfängen verleiten und überlasten sich unnötigerweise. Wichtig zu wissen ist, dass Standartpläne immer nur die finale Vorbereitungsphase für einen Lauf umfassen und schon eine solide Basis voraussetzen. Darum: Sobald die langen Läufe (zum Beispiel in der Marathonvorbereitung) 30 - 34km betragen und/oder die wöchentliche Höchstkilometerzahl 60 beträgt, musst Du sehr vorsichtig sein, denn ab diesem Moment steigt das Verletzungsrisiko exponentiell. In diesem Fall sollte man unter der Woche bereits einen mittellangen Lauf von mindestens der Hälfte bis zu 2/3 des langen Laufs einplanen.

Sehr zur empfehlen ist auch das regelmässige Krafttraining, das die ganze Muskulatur stärkt und die Verletzungsgefahr wie etwa den Runners Knie zu bekommen, reduziert. Erfahre hier warum Krafttraining anti-inflamatorisch wirken kann.

Ein guter Trainingsplan  

Ein guter Trainingsplan ist immer polarisiert, d.h. die leichten Einheiten sind leicht und die harten Einheiten sind wirklich hart. Das Laufvolumen sollte gegenüber der Vorwoche nicht mehr als 5-10% gesteigert werden und periodisiert werden. Es gibt auch Erholungswochen, wo das Pensum massiv zurückgefahren wird, bevor es dann auf einem höheren Niveau weitergeht. Die schrittweise Erhöhung der Kilometer, resp. der Dauer ist natürlich auch für den langen Lauf gültig.

Die Anpassungen des Körpers

Lange Läufe (ab ca. 90 min) verursachen eine Kaskade molekularer Ereignisse und Dein Körper nimmt viele interessante Anpassungen vor:

  • Mitochondrien: So werden neue Mitochondrien erzeugt (Mitochondriale Biogenese), die aerobe Kapazität verbessert, die Fettverbrennung erhöht und die aerobe Schwelle (VO2max) optimiert.
  • Muskelkapillarisierung : Die anhaltende Erhöhung des Blutflusses durch die Muskelkapillaren mobilisiert den Körper zur Erweiterung des Kapillarnetzwerks.
  • Grössere Kraftstoffspeicherung: Wenn Du lange genug läufst, wird der Kraftstoffverbrauch verringert (oder stark gesenkt), das heisst, dass Deine Muskelglykogenspeicher (die gespeicherte Form von Kohlenhydraten) entleert werden. In der Folge kannst Du mehr Glykogen synthetisieren und speichern, als vorher.
  • Stärkere Nutzung von Fett als Energiequelle: Wenn die Glykogenreserven in den Muskeln aufgebraucht sind, wird vermehrt Fett als Energiequelle herangezogen. Der Körper lernt somit bei langen Läufen zunehmend, mehr Fett als Energiequelle zu benutzen. Diese Fähigkeit ist vor allem beim Marathon wichtig (die Fett- und Kohlehydratverbrennung funktioniert nicht für sich alleine, sondern im Zusammenspiel).
  • Erhöhte Kapazität zur Herstellung von mehr Glukose: Wenn die Glykogenreserven in den Muskeln aufgebraucht sind (nach ca. 1 Stunde, abhängig vom Läufer/der Läuferin), wandelt die Leber Aminosäuren und Laktat in Kohlehydrate um (in Form von Glukose). Dies, um schnelleren Kraftstoff für die Aufrechterhaltung der Laufpace zu liefern. Das nennt man Glukoneogenese, buchstäblich die Bildung neuer Glukose aus Nichtkohlenhydraten. Dieser Prozess verhindert ebenfalls, dass der Blutzuckerspiegel zu stark absinkt. Aber Achtung, hierbei löst der Körper gespeicherte Aminosäuren aus dem Muskel aus und baut diesen somit ab. Um dem entgegenzuwirken ist regelmässiges Krafttraining für alle Ausdauersportler Pflicht.  
  • Stärkere Muskeln, Knochen, Sehnen und Bänder: Langes Laufen ist hart für Muskeln und Gelenke, so dass sie sich anpassen, indem sie stärker werden, um den Stress der Rückschläge während des Laufes zu bewältigen.
  • Größere psychische Stärke: Wenn Sie lange laufen, werden nicht nur Ihre Beine müde. Der Verstand macht es auch. Dieser psychologische Aspekt ist deshalb genauso wichtig wie die physiologischen Gründe dafür. Ein ständiger Aufbau von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wird Ihnen helfen, sich allmählich der königlichen Marathondisziplin anzunähern.

Lange Läufe können auch verwendet werden, um die verschiedenen Muskelfasern zu trainieren, ohne anaerob zu laufen. Ohne hier zu tief ins Detail gehen zu wollen (es gibt bei den Muskelfasern noch diverse Untertypen) ist es spannend zu unterscheiden, dass es schnell und langsam zuckende Muskelfasern gibt. Wenn Du also lange genug läufst, dann werden auch die langsam zuckenden Fasern ermüdet, resp. deren Widerstandsfähigkeit gesteigert. Denn diese Fasern erholen sich so schnell, dass man sie gleich mehrmals einsetzen kann während eines langen Laufes.

Das richtige Tempo

Das Tempo des langen Laufs hängt von Deiner Lauferfahrung ab. Für Anfänger ist das Tempo nicht so hoch wie das Tempo des erfahrenen Läufers. Wichtiger als die Pace ist die Laufdauer. Laufe in einem angenehmen, gesprächigen Tempo (ungefähr) zwei Minuten pro Kilometer langsamer als Deine 5 km Race-Pace oder etwa 70 - 75% der maximalen Herzfrequenz. Das Atmen sollte, obwohl erhöht, sehr angenehm und rhythmisch sein, und Du sollst in der Lage sein, die ganze Zeit ein Gespräch zu führen. Fortgeschrittene können dann auch in einem höheren Tempo, z. Bsp. an der Laktatschwelle unterwegs sein.

Die beste Zeit für lange Läufe

Läufer sollten versuchen, die langen Läufe morgens zu machen, genau wie die Rennen selbst. Im Training werden die langen Läufe, indem diese immer länger werden, wie eine Marathon-Generalprobe. Dabei kannst Du bereits dieselben Schuhe, Socken und Kleidung tragen, die Du auch im Rennen benützen möchtest.

Ernährung vor dem Lauf

Bezüglich Ernährung solltest Du aber soweit möglich auf die Einnahme von Kohlehydraten verzichten und wenn es geht, möglichst nur Wasser trinken. Als Geheimtipp gilt hier der Lauf auf nüchternen Magen, das ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Wenn Du Energie auf Zuckerbasis zuführst, wird der Körper diese immer zuerst verwenden und das Ziel, die Fettverbrennung zu fördern, wird zunichte gemacht. In den letzten Wochen vor dem Wettkampf solltest Du dann aber damit beginnen, die gleichen Ernährungsstrategien zu üben und anwenden, wie im Rennen selbst, (z. Bsp. welche Flüssignahrung wie Gels vertrage ich, Flüssigkeitsaufnahme während dem Laufen etc.) sodass im Rennen keine bösen Überraschungen auf Dich warten.

Laufschuhe parat? Die Laufwege warten auf Dich.

Kontakt & Infos: www.michaelsommer.com

Lesen Sie mehr über das Blog-Symbol

KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN...

Muskelzuwachs
Kann Muskelaufbau mit AURUM Training die Genesung nach Verletzungen beschleunigen?
Verletzungen sind echte Tiefschläge, oder? Egal, ob Sportverletzung oder geplante OP, die Regenartion dauert häufig lang und kostet viel Geduld. Aber hier ist die gute Nachricht: Wer zuvor auf Muskelaufbau setzt, wird sich auch schneller wieder erholen.
12. Januar 2024
Jan 12, 2024
Egle PaulauskaiteEgle Paulauskaite
Muskelzuwachs
Achtung: Rutschgefahr! - Sichere Sturzprophylaxe durch starke Muskeln
“If you are >65, and you fall and break your hip, there is a 30-40% chance you will be DEAD in 12 months” schreibt Dr. Peter Attia, der weltweit bekannteste Longevity Experten. 30 von 100 über 65-Jährigen stürzen mindestens einmal im Jahr. Schnee, Eis und Glätte im Winter sind dabei ein grosses Risiko. Und die Sturzfolgen können letztlich die Selbstständigkeit im Alter kosten. Daher solltest du alles daran setzen, nicht zu stürzen und wenn doch, dann sicher zu fallen. Wir zeigen dir, warum Krafttraining die ideale Sturzprophylaxe in jedem Alter ist und wie das Training in deinen Alltag passt.
5. Januar 2024
5. Januar 2024
Egle PaulauskaiteEgle Paulauskaite
Wohlbefinden
Powder-Ready: Warum du ohne Krafttraining besser nicht auf die Piste solltest – Verletzungen vorbeugen!
Schnall dich an, Ski-Enthusiast! Hast du deinen Skipass? Check. Ausrüstung? Doppelt-check. Aber Moment mal – bevor du die Pisten unsicher machst, solltest du nicht nur deinen Skipass zücken, sondern auch deinen „Muskel-Pass“ parat haben! Warum? Nicht, weil AURUM in Davos und Chur 24/7 offen haben (auch wenn das genial wäre!), sondern weil es mindestens 5 andere Gründe gibt, die zwischen dir und schmerzfreiem Pisten-Spass stehen.
14. Dezember 2023
14. Dezember 2023
Egle PaulauskaiteEgle Paulauskaite